Einige Ergebnisse meiner astronomischen Aufnahmen

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Das Beobachtungsgerät.

Celestron Nexstar8i auf Polhöhenwiege und Stativ. Es wackelt nicht, aber es schwingt. Abklingzeit ca. 10 Sekunden, wenn es leicht mit dem Finger angestoßen wird. Kleine Pads aus Schaumstoff unter den Stativbeinen verringern das Schwingen wesentlich.

Rechts im Bild ist das Instrument azimutal aufgestellt, so ist es wesentlich stabiler.

 

 Mondkrater Tycho.

Tycho (85 km Durchm.) ist der markante Krater mit einem typischen Zentralberg (1600 m hoch). In Bildmitte Maginus, am unteren Bildrand angeschnitten die Wallebene Clavius mit dem Krater Porter (52 km Durchm.) Aufnahme am 29.04.2004 mit Webcam ToUcam Pro.

 

 Mondkrater Copernicus.

Am oberen Bildrand Pytheas (20km Durchm.), rechts Eratosthenes (58km Durchm.). Oberhalb von Copernicus (93km Durchm) die Karpaten (1000...2000 m hohe Berge) mit dem Krater Gay-Lussac. Aufnahme am 29.04.2004 mit Webcam ToUcam Pro.

 

 Mondkrater Godin und Umgebung.

Kraterdurchmesser:
Godin - 35 km
Agrippa - 46 km
Triesnecker - 26 km.
Im Bild oben die Hyginus-Rille, rechts davon oben die Ariadaes-Rille, 4 km bzw. 7 km breit.
Der Pfeil bezeichnet eine bislang unbenannte Formation, für die bei der IAU der Name "Archenhold" beantragt ist.

Aufn. am 26.03.2007 23h41m MESZ mit Webcam ToUcam Pro.

 
 Mars 8 Tage vor seiner Opposition.

Mars erreichte an diesem Tag seine größte Erdnähe von 69,42 Mio km.

Aufnahme am 30.10.2005 23h20m MEZ mit Webcam ToUcam Pro.
 

 Jupiter mit den vier Galileischen Monden.

Östlich des Jupiter die Satelliten Europa, Kallisto und Ganymed, westlich der Satellit Io. Auch der Große Rote Fleck, ein gewaltiger Wirbelsturm in der Jupiteratmosphäre mit 36.000km Längenausdehnung ist zu erkennen. Aufnahme am 29.04.2004, 21h09m MESZ mit Webcam ToUcam Pro.

 

 Saturn.

Wir blicken auf die Südhalbkugel des Planeten. Im Ringsystem ist die Cassinische Teilung zu erkennen. Aufnahme am 29.04.2004, 22h06m MESZ mit Webcam ToUcam Pro.

 

 

 Venusdurchgang am 8. Juni 2004.

Aufnahme am 8.06.2004, vormittags durch eine Wolkenlücke. Venusdurchmesser 58 ". Digitalka- mera Samsung Digimax V4 hinter das 32mm-Okular des NexStar 8i gehalten (Bel.Zeit 1/90 Sek.), Objektivfilter Baader-Sonnenfilterfolie visuell.

 

 Venusdurchgang am 6. Juni 2012.

Aufnahmen am 6.06.2012, 5h 51m bis 6h 26m MESZ. Venusdurchmesser 58".

NexStar 8i, Fokalaufnahme mit Canon 350D. Hier um 5h 51m, Bel.Zeit 1/30 Sek. bei 100 ASA, Objektivfilter Baader-Sonnenfilterfolie visuell.

Der nächste Venusdurchgang ist erst am 11. Dezember 2017 (u.a. über Australien, Neuseeland) zu beobachten.

 

Komet 17 P/Holmes.

Dieser periodische Komet der Jupiterfamilie wurde im Jahre 1892 entdeckt. Seine Umlaufszeit um die Sonne beträgt 6,9 Jahre, dabei ist seine geringste Sonnenentfernnung ca. 2 Astronomische Einheiten. Schon damals muss dieser Komet einen Helligkeitsausbruch gehabt haben, ohne den er sicher nicht hätte entdeckt werden können. In den folgenden Jahren blieb er sehr schwach, zwischen 1906 bis 1964 galt er sogar als verschollen. 

Normalerweise wir der Komet Holmes bei günstiger Bahnlage nicht heller als 15 Größenklassen. Am 24. Oktober wurde der Komet jedoch viel heller als erwartet (16 mag) gesehen. bereits einen Tag später war seine scheinbare Helligkeit auf 2,6 mag angewachsen - ein Helligkeitszuwachs von rund 330000. Der Komet hatte eine große Staubwolke ausgestoßen, vielleicht auf Grund einer Kollision mit einem anderen Körper?

Komet C/2011 L4 (PANSTARRS)

Der Komet wurde am 6. Jun 2011 durch das PanSTARRS-Projekt auf Hawaii entdeckt. Der nichtperiodische Komet erreichte am 10. März 2013 mit einem Sonnenabstand von 0,3015 AE das Perihel (das ist der sonennächste Punkt) seiner Bahn. Danach wurde er am 12. März erstmalig am Abendhimmel von Europa aus beobachtet.

Die Aufnahme des Großen Orionnebels (M42) entstand aus 13 Einzelbelichtungen von jeweils 30 Sekunden, die hier zu einem Komposit zusammengefügt wurden.

 Der Mond im Riesenfernrohr. (Auf Anregung von Christina Timm hier eingestellt)

Mit 21 Metern Brennweite ist der Große Refraktor der Archenhold-Sternwarte das längste Linsenfernrohr der Erde. Der Mond bietet in diesem Fernrohr einen unvergesslichen Anblick.

Dieser Film entstand in einer warmen Sommernacht am 24. Juli 2000 um 4 Uhr MESZ mit einem Digital 8-Camcorder, der auf einem Stativ hinter dem Okular des Refraktors aufgestellt war. Wie man also selbst durch das Fernrohr schauen würde, so blickt stattdessen die Kamera. Das Bild erscheint, wie bei einem astronomischen Fernrohr üblich, um 180° gedreht.

 

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